Wetter Sylt
© meteo24.de

Sylt !!                                                                          

 


 



 

Warum Sylt?

 Die Nordsee ist doch überall schön ?

Stimmt! Aaaber....ich hab ja von früher schon schöne Erinnerungen an Sylt...mit meiner Gefährtin hatte ich das Glück, über Beziehungen, eine schöne preiswerte FeWo auf Sylt zu finden, in der wir im letzten Jahr mit drei Hunden einen phantastisch schönen Urlaub erlebt haben...der erste gemeinsame für uns....

Ich sag nur : Südspitze...!

                                       

Hörnum ! In der Nachsaison hat man das Gefühl, als gehöre einem die ganze Insel...

und Hunde sind überhaupt kein Problem....sind eh nur Doggies mit ihren Leuten da !

Die Natur ist einfach überwältigend.....

 

                                                                               

                                                                    

                                                         

 

 

Die Strände sind weit & leer.....

                         

 

                                                    

                                                     

                                                  


 

 
                                                              

 


 
                                        
 


 

 

------------------------------------------------------
 
Da ich gerade ganz furchtbar "Heimweh" nach Sylt habe, habe ich für Interessierte mal gegoooogelt....
 

Sylt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

 
 

Sylt (dänisch: Sild, friesisch: Söl) ist die größte der Nordfriesischen Inseln. Sie erstreckt sich in Nord-Südrichtung vor der Küste Schleswig-Holsteins. Bekannt ist diese Insel vor allem für Ihre touristisch bedeutenden Kurorte Westerland, Kampen (Sylt) und Wenningstedt sowie für den knapp 40 km langen Weststrand. In dem Medien ist sie vor allem aufgrund ihrer exponierten Lage in der Nordsee und der kontinierlichen Landveruste bei Sturmfluten präsent. Seit 1927 ist die Insel über den Hindenburgdamm mit dem Festland verbunden.

Lage der Insel Sylt
Lage der Insel Sylt
Satellitenbild der Insel Sylt
Satellitenbild der Insel Sylt

Geografie

Lage

Blick vom Roten Kliff auf den Sylter Strand.
Blick vom Roten Kliff auf den Sylter Strand.

Sylt ist mit 99,14 km² die viertgrößte deutsche Insel und die größte NordseeinselDeutschlands. Sie liegt zwischen 9 und 16 km vor der Festlands-Küste, mit der sie über den 11 km langen Hindenburgdamm verbunden ist. Südöstlich von Sylt befinden sich die Inseln Amrum und Föhr, nördlich liegt die (dänische) Insel Rømø.

Die Insel erstreckt sich über 38,0 km in Nord-Süd-Richtung und ist im Norden, am Königshafen bei List, und südlich von Rantum nur circa 380 Meter breit. An ihrer breitesten Stelle, von der Stadt Westerland im Westen bis zur Nössespitze bei Morsum im Osten, misst sie 12,6 km. An der West- und Nordwestseite Sylts erstreckt sich ein knapp 40 km langer Sandstrand, zur Ostseite liegt das Wattenmeer, das zum Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer gehört und bei Niedrigwasser weitgehend trocken fällt.

Die Form der Insel hat sich im Lauf der Zeit ständig verändert, ein Prozess, der auch heute noch im Gange ist. Der nördliche und der südliche Nehrungshaken der Insel basieren ausschließlich aus wenig fruchtbaren Sandablagerungen, während der Mittelteil der Insel, im Bereich der Ortschaften Westerland, Wenningstedt und Sylt-Ost, auf einem Geestkern ruht. Seeseitig ist dieser Geestkern in Form des Roten Kliffs sichtbar. Der dem Wattenmeer zugewandte Teil des Geestkerns geht im Bereich der Gemeinde Sylt-Ost über in relativ fruchtbares Marschland. Nach heute als gesichert angesehenen Quellen ist Sylt seit der Zweiten Marcellusflut von 1362 eine Insel. Die höchste Erhebung der Insel ist mit 52,5 Metern über dem Meeresspiegel die nach dem Sylter Freiheitskämpfer Uwe Jens Lornsen benannte Uwe-Düne bei Kampen .

Klimatische Verhältnisse

Das Seeklima auf Sylt wird vom Golfstrom beeinflusst. Die Wintermonate sind mit durchschnittlich etwa 2 °C etwas milder als auf dem benachbarten Festland, die Sommermonate dagegen mit durchschnittlich 17 °C, trotz längerer Sonnenscheindauer, etwas kühler. Im Durchschnitt hat Sylt täglich 4,4 Stunden Sonnenschein. Dass Sylt mit durchschnittlich 1790 Stunden rund 170 Stunden mehr Sonnenschein als der Bundesdurchschnitt hat, ist mit dem geringen Relief der Küste zu begründen. Wolken können sich nicht so schnell stauen und werden in der Regel durch den andauernden Wind vertrieben.

Die Jahresmitteltemperatur liegt bei 8,5 °C. Der Wind weht im Jahresdurchschnitt mit 6,7 m/s vorwiegend aus westlichen Richtungen. Die Jahresniederschlagsmenge liegt bei rund 650 mm [1]. Aktuelle Klima- und Wetterdaten liefern seit 1937 die nördlichste Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes auf einer Düne bei List und einige Stationen kommerzieller Wetterbeobachter, wie Meteomedia – ebenfalls in List.

Küstenschutz

Eine Buhne im Norden von Westerland.

Eine Buhne im Norden von Westerland.

Sandvorspülung

Sandvorspülung

Tetrapoden am Strand vor der Promenade in Westerland.

Tetrapoden am Strand vor der Promenade in Westerland.

Als Schutzmaßnahmen gegen die stetige Erosion an den Küsten der Insel Sylt begann man schon im 19. Jahrhundert mit der Errichtung von Holzpfahlbuhnen. Diese wurden rechtwinklig zur Küste in die See hinein gebaut. Später wurden sie von Metall- und schließlich von Stahlbetonbuhnen abgelöst. Diese Bauwerke erzielten jedoch nicht den gewünschten Erfolg, die durch Querströmungen verursachte Erosion zu stoppen. Die „Lee-Erosion“, also die auf der wind- und strömungsabgewandten Seite der Buhnen, verhinderte nachhaltige Sandablagerungen.

In den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts versuchte man durch die so genannten Tetrapoden, die am Fuße der Dünen ähnlich wie die Buhnen ins Meer hinaus verlegt wurden, die Meeresgewalten zu stoppen – vergeblich. Die tonnenschweren, in Frankreich entwickelten vierfüßigen Betonelemente waren für den Sylter Strand zu schwer und konnten die Erosion ebenfalls nicht aufhalten. Vor dem Hörnumer Weststrand sind sie deshalb ab Mitte 2005 wieder entfernt worden.

Seit den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts wird – als zurzeit einzig wirksame Waffe gegen die Erosion – Sand vor die Küsten der Insel gespült. Baggerschiffe, so genannte Hopperbagger, pumpen ein Wasser-Sand-Gemisch an den Strand, an dem es von Planierraupen verteilt wird. Dadurch soll bei Sturmfluten lediglich der vorgespülte Sand abgetragen werden – die eigentliche natürliche Küstenlinie wird somit geschützt und die Erosion wesentlich verlangsamt [2].

Negativ werden die immensen Kosten der Sandvorspülungen beurteilt, der Bedarf von jährlich einigen Millionen Euro wird zurzeit von Bundes-, Landes- und EU-Mitteln gedeckt. Seit 1972 wurden 35,5 Mio. Kubikmeter Sand vorgespült und aufgeschüttet. Diese Maßnahmen haben bisher 143 Mio. EUR gekostet.

Parallel dazu hat man an einigen Strandabschnitten damit begonnen, die oben erwähnten Buhnen, die sich als im Küstenschutz nutzlos erwiesen hatten, mit großem Aufwand abzutragen. Dieser Maßnahme ist auch die wohl berühmteste Buhne der Insel, die BUHNE 16, (Namensgeberin des gleichnamigen FKK-Strandes) zum Opfer gefallen.

Einige Experten fürchten trotz all dieser Maßnahmen, dass Sylt schon Mitte des 21. Jahrhunderts erhebliche Landverluste hinnehmen müsse: Die voranschreitende globale Erwärmung werde zu vermehrter Sturmaktivität führen, was erhöhte Landverluste und als erste Konsequenz den Verlust z. B. der Versicherbarkeit von Eigentum zur Folge haben könnte.

Das Wattenmeer, östlich zwischen Sylt und dem Festland gelegen, ist seit 1935 Natur- und Vogelschutzgebiet und ein Teil des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Lahnungen im Uferbereich des Watts sollen die Sedimentation fördern und der Landgewinnung dienen.

Flora und Fauna

Die als Syltrose bekannte Heckenrose
Die als Syltrose bekannte Heckenrose

Die Flora der Insel Sylt ist geprägt von der ursprünglichen Kargheit des Landes. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war Sylt eine fast baumlose Insel; erst durch gezielte Aufforstungen und Anpflanzungen entstanden kleinere Wald- und Buschgebiete. Noch heute erkennt man in den Waldgebieten Friedrichshain und Südwäldchen in Westerland die planmäßige Anlage des Bewuchses; die Bäume stehen weitgehend in Reih und Glied. Auch die heute weit verbreitete Hundsrose, auf der Insel mittlerweile auch als Syltrose bezeichnet, ist erst durch Menschenhand auf die Insel gelangt. Sie stammte ursprünglich aus Sibirien; die genügsame Buschrose fand auf der Insel ideale Lebensbedingungen und verbreitete sich rasch. Heute zählt sie zum typischen Bild der Insel. Ihre Verbreitung wird aus biologischer Sicht mit Sorge betrachtet, da sie seltene und schützenswerte einheimische Pflanzen, insbesondere auf den Heideflächen, mehr und mehr zu verdrängen droht.

Die großen Heideflächen auf der Wattseite der Insel sind Lebensraum vieler seltener Tiere. Die Heideökosysteme bieten einer großen Zahl von Lebewesen, die den extremen Bedingungen (Trockenheit, Wärme, Wind) angepasst sind, Platz: Ca. 2.500 Tierarten konnten bisher nachgewiesen werden, knapp die Hälfte davon ist vom Aussterben bedroht. Beachtlich ist die Zahl von über 600 verschiedenen Schmetterlingsarten, die in den Heideflächen leben, darunter Kleiner Fuchs, Zitronen- und Distelfalter sowie Pfauenaugen[3].

Ornithologische Besonderheiten sind die vielen seltenen Wasser- und Küstenvögel, die auf der Insel ihre Brutreviere haben, wie z. B. der Kiebitz, der kleine Sandregenpfeifer und die Küstenseeschwalbe; auch die Feldlerche und die Brandgans sind typische Sylter Bewohner.

Bei den Landsäugetieren gibt es keine erheblichen Abweichungen gegenüber den benachbarten Festlandgebieten Norddeutschlands. Primär sind Hasen, Kaninchen und Rehwild zu nennen, die auf der Insel auch bejagt werden; nachdem die Insel mit dem Eisenbahndamm eine Festlandsverbindung erhalten hatte, gehörten auch Füchse und Dachse dazu.

Westlich von Sylt liegt eine Kinderstube der Schweinswale. Daneben leben in dem Seegebiet vor Sylt und den vorgelagerten Sandbänken größere Populationen von Seehunden, sowie den in deutschen Gewässern relativ selten vorkommenden Kegelrobben.

Ortschaften auf Sylt

Karte von Sylt
Karte von Sylt
Hafen und Fähranleger in List
Hafen und Fähranleger in List

Die Insel Sylt ist in zwei Verwaltungsbereiche unterteilt. Das Amt Landschaft Sylt mit Sitz in Keitum verwaltet alle Inselorte mit Ausnahme der selbstständigen Stadt Westerland. Sie hat 27.219 Einwohner (Stand Dez. 2004), davon leben 10.488 in Westerland. In diesen Zahlen sind die Zweitwohnungsbesitzer nicht enthalten.

Die Orte entlang der Westküste

Entlang der Sylter Westküste liegen sechs selbständige Orte. Die Gemeinde List ganz im Norden der Insel bewahrte durch seine entfernte Lage zum damaligen Hauptort Keitum und seine lange Zugehörigkeit zu Dänemark eine größere Eigenständigkeit. Wenningstedt bildete mit Kampen und Braderup gemeinsam die Verwaltungsgemeinschaft der „Norddörfer“ – einen früheren interkommunalen Zweckverband auf der Insel, von denen heute noch der Schulverband existiert. Unmittelbar südlich von Wenningstedt beginnt das Stadtgebiet der Inselmetropole Westerland. Südlich von Westerland läuft die Insel noch als schmaler Nehrungshaken ca. 15 km an einer fiktiven Flut-Ebbe-Grenze vor dem Festland entlang, bis sie vom aus dem Wattgebiet östlich der Südhälfte der Insel heraus ablaufenden Gezeitenstrom, dem Hörnum-Tief, abgeschnitten wird. Dieser Nehrungshaken wird vor allem durch den vom Westwind aufgebauten Dünenwall geprägt. Nach Osten finden sich vereinzelt schmale Marschlandstreifen. Hörnum an der Südspitze der Insel gilt als der jüngste Ort; erst kurz nach 1900 worde er besiedelt.

List

List ist ein Seebad an der Nordspitze der Insel Sylt und zugleich die nördlichste Gemeinde Deutschlands. Sie ist von einer Landschaft aus Wanderdünen, Heide und Salzwiesen umgeben. Diese auch als Listland bezeichnete Landschaft befindet sich in Privatbesitz einer Erbengemeinschaft. An seiner Ostseite hat List einen Schutzhafen, in dem Ausflugsschiffe der Adler-Reederei liegen. Von dort kann man mit der Fähre „Sylt-Express“, einer modernen Auto- und Personenfähre der Rømø-Sylt-Linie, Havneby auf der dänischen Nachbarinsel Rømø erreichen. Das gesamte Hafengelände ist in den Jahren 2003/04 vollständig umgestaltet und den touristischen Anforderungen angepasst worden.

Das heutige Ortsbild von List geht in weiten Teilen auf Baumaßnahmen vor dem Ersten Weltkrieg und während des Dritten Reiches zurück. In den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts wurden mit dem Bau der Kasernen, Wehrmachtswohnungen, des Seefliegerhorstes und der Hafenanlagen ganze Straßenzüge errichtet, während das alte List lediglich aus wenigen Gehöften ohne feste Straßen bestand.

Kampen

Reetdach-Häusergruppe "Kliffende" in der Kampener Heide
Reetdach-Häusergruppe "Kliffende" in der Kampener Heide

An der Westküste liegt das Rote Kliff. Zwischen Kampen und Wenningstedt, auf der hohen Geest, steht seit 1855 der markante 38 Meter hohe, schwarz-weiße Leuchtturm Kampen. Er ist der älteste der Insel. Bei guter Sicht ist sein 62 Meter über NN gelegenes Licht 25 Seemeilen (etwa 45 km) weit zu sehen. Seit 1977 wird er – wie alle vier Sylter Leuchtfeuer – ferngesteuert. Ein weiterer Leuchtturm in Kampen ist der Leuchtturm Rotes Kliff. In Kampen befindet sich mit der Uwe-Düne der höchste Punkt der Insel. Diese Düne – benannt nach dem friesischen FreiheitskämpferUwe Jens Lornsen – erhebt sich bis auf 52,5 Meter über NN. Sie ist als Aussichtsdüne zu erklimmen. Kampen galt vor allem in den 1950er und 1960er Jahren als der Prominententreff in Deutschland.

Wenningstedt-Braderup

Die Friesenkapelle in Wenningstedt
Die Friesenkapelle in Wenningstedt

Wenningstedt (friesisch: Wonningstair) ist ein Nordseeheilbad und hat eine Gemeindefläche von 637 Hektar, 1.590 Einwohner. Sehenswürdigkeit ist das GroßsteingrabDenghoog, ein begehbares Familiengrab unter einem Hügel, mit großen Steinplatten ausgekleidet, aus dem 3. Jahrtausend vor Christus.

Der Sage nach befand sich ca. 1 Kilometer vor der heutigen Küste der alte Ort „Wendingstedt“ mit einem alten Friesenhafen an der vormaligen Westküste. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts bestand der Ort aus acht Stavenplätzen (= Höfen); seit 1859 ist er Seebad.

Wenningstedt bildete früher mit Kampen und Braderup die „Norddörfer“ – einen früher interkommunalen Zweckverband auf der Insel. Noch heute zeugt die „Norddörfer Schule“ zwischen Wenningstedt und Kampen von diesem Verband, der sich kurz nach dem Ersten Weltkrieg auflöste. Der Begriff „Norddörfer“ entstand zu der Zeit, als die eigentlich nördlichste Gemeinde/Siedlung der Insel, nämlich List, noch zum dänischen Königreich gehörte und somit Kampen, Wenningstedt und Braderup die deutschen „Norddörfer“ waren.

Blick vom Weißen Kliff auf die Braderuper Heide.
Blick vom Weißen Kliff auf die Braderuper Heide.

Das Dorf Braderup ist seit jeher mit den übrigen „Norddörfern“ Wenningstedt und Kampen eng verbunden. Es weist keinen eigentlichen alten Ortskern auf, sondern war bis Mitte des 19. Jahrhunderts lediglich eine Bauernschaft mit wenigen Höfen. Rege Bautätigkeit setzte erst ab Mitte des 20. Jahrhundert ein, als der Fremdenverkehr den ruhigen Ort an der Wattseite der Insel Sylt für sich entdeckte. Nordöstlich des Ortes befindet sich die Braderuper Heide und das Weiße Kliff. Diese urwüchsige Heidelandschaft wurde bereits in den 1920er Jahren zum Naturschutzgebiet erklärt und zählt heute zu den natürlichen Attraktionen der Insel.

Braderup ist heute Teil der Gemeinde Wenningstedt, die seit dem Jahr 2003 offiziell den Doppelnamen „Wenningstedt-Braderup (Sylt)“ führt.

Westerland

Die Fußgängerzone in Westerland; Blick vom Kurzentrum gen Osten
Die Fußgängerzone in Westerland; Blick vom Kurzentrum gen Osten

Nachdem die Allerheiligenflut am 1. November 1436 den Ort Eidum vollständig zerstört hatte, gründeten die Überlebenden nordöstlich einen neuen Ort Westerland[4]. Dieser wurde 1462 erstmals urkundlich erwähnt. 1855 wurde das Heilbad gegründet. 1905 erhielt Westerland die Stadtrechte und 1949 die Anerkennung als Heilbad. Die Stadt hat ca. 10.400 Einwohner (Stand 2004). Seit 1927 ist Westerland mit seinem Kopfbahnhof Endstation der Marschbahn, einer Regelspurstrecke der Deutschen Bahn AG, die die Insel über den Hindenburgdamm mit dem Festland, ursprünglich bis Bhf Altona, verbindet. Mit der Inselbahn (1888-1970) war eine Weiterfahrt in die Inseldörfer möglich. Auch endet hier der Autozug Sylt, der im Pendelverkehr auf der Relation Niebüll- Westerland Kraftfahrzeuge jeglicher Art und Größe auf die Insel befördert. Westerland wuchs damit schnell zum Hauptumschlagplatz für die Touristen und entwickelte sich rasch zum Zentrum der Insel. Schon am Anfang des 20. Jahrhunderts hatte es Keitum als Hauptort der Insel abgelöst.

Rantum

Strandhafer und Dünen
Strandhafer und Dünen

Der Ort Rantum liegt an einer der schmalsten Stellen der Insel. Teilweise liegen zwischen Nordsee und Wattenmeer nur 300 bis 400 Meter. Der Ort selbst musste in den vergangenen Jahrhunderten stets gegen die fortschreitende Versandung ankämpfen. Nicht wenige Höfe und eine Kirche mussten den damals noch unbefestigten, sich allmählich nach Osten bewegenden Wanderdünen weichen. Erst mit der Anpflanzung von Dünengras (Strandhafer) wurde diese Gefahr gebannt.

Eine weitere Gefahr waren die Sturmfluten. Auf Grund seiner Lage an einer schmalen Stelle der Insel bedrohte die Bewohner nicht nur die Nordsee von Westen her, sondern auch das Wattenmeer von Osten. Insbesondere die auf den fruchtbaren Marschen im Osten des Ortes gelegenen Häuser der Salzwiesen von Rantum-Inge waren regelmäßig von den Sturmfluten betroffen.

1936 wurde das Rantum-Becken mit einem 5 km langen Deich vom Wattenmeer abgeteilt, um einen Seeflughafen zu schaffen. Nachdem sich das Rantum-Becken dafür als untauglich erwiesen hatte, wurde es als Rieselfeld von Westerland verwendet und steht seit 1962 als Vogelschutzgebiet (Vogelkoje) mit über 50 Vogelarten unter Naturschutz.

Im Süden von Rantum steht eine Sendeanlage für das auf der Langwellenfrequenz 100 kHz arbeitende Funknavigationssystem LORAN-C. Als Sendeantenne kommt ein 193 Meter hoher, gegen Erde isolierter, selbststrahlender Stahlfachwerkmast zum Einsatz, der in 60,52 m, 120,87 m und 154,95 m abgespannt ist. Die Rantumer West-Strandabschnitte werden traditionell gerne aus den Ortschaften im Osten besucht, wie auch Rantumer früher Keitums Südstrand bis in den Herbst hinein zum Baden nutzten.

Hörnum

Der südlichste Ort Sylts, Hörnum, wurde erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts gegründet. Davor gehörte das Gebiet Teil zu Rantum. Hörnum bestand zunächst lediglich aus den Hafen- und Kleinbahngebäuden der HAPAG sowie dem Leuchtturm Hörnum, der im Jahr 1907 errichtet wurde. Der Ort war bis 1970 über die Inselbahn mit Westerland verbunden. Aber schon in früherer Zeit soll die unbesiedelte Südspitze der Insel Fischern und Seeräubern als vorübergehender Unterschlupf gedient haben. Aus dieser Zeit soll die noch heute verwendete Flurbezeichung „Budersand“ stammen; sie bezeichnet eine mächtige Düne an der Ostseite des Ortes, auf der in früheren Zeiten „Buden“ – also Hütten – gestanden haben sollen.[5]

Ab 1907 verzeichnete der abgelegene Ort einen großen Aufschwung. Nicht nur der Tourismus, auch das Militär (Wehrmacht, Bundeswehr) prägte lange diesen Ort.

Von ständigen Sandverlusten ist die Südspitze der Insel, die so genannte „Odde“, gezeichnet; Jahr für Jahr werden große Teile der Dünenlandschaft durch Sturmfluten und Gezeiten abgetragen. Auch Küstenschutzbauwerke erzielten keine Wirkung, so dass auch in Zukunft zu erwarten ist, dass die „Odde“ weiter schrumpfen wird. Gefährdet sind dadurch Ortsteile von Hörnum, die entgegen den absehbaren topographischen Veränderungen gebaut wurden, insbesondere die so genannte „Kersig-Siedlung“ – eine Siedlung von Sommerhäusern in den südwestlichen Dünen von Hörnum. Die ehemals von Wehrmacht und später der Bundeswehr genutzte Fläche im nördlichen Teil des Ortes wird nun in einen 18-Loch-Golfplatz mit angeschlossenem 5-Sterne-Hotel umgewandelt. Dazu wurde das Gelände komplett zurückgebaut, und ein weitgehend naturnaher Golfplatz zwischen den Dünen angelegt.

Sylt Ost

Der Osten der Insel, Sylt-Ost, bildet kommunalpolitisch eine Großgemeinde mit ca. 5.500 Einwohnern. Sie ist ein Zusammenschluss der ehemals selbständigen Dörfer der so genannten Nössehalbinsel Tinnum, Munkmarsch, Archsum, Morsum mit Keitum als Verwaltungsmittelpunkt. Die Weiden der Marsch prägen bis heute das Landschaftsbild und boten über viele Jahrhunderte die Grundlage für den Broterwerb in diesen Dörfern.

Tinnum

Die Siedlungsgrenzen von Tinnum gehen mittlerweile fast unmerklich in die Stadt Westerland über und so profitiert Tinnum von der unmittelbaren Nähe zur Inselmetropole. Es befinden sich in Tinnum heute neben größeren Gewerbeansiedlungen viele attraktive Wohngebiete, einige mit Blick über die Tinnumer Wiesen gen Süden. Alte Bausubstanz ist in Tinnum selten zu finden; lediglich ein paar alte Höfe, sowie die 1649 erbaute Alte Landvogtei, ehemals Sitz der Sylter Landvögte, zeugen von friesischer Tradition des Ortes. Die Tinnumburg, südwestlich des Ortes gelegen, ist ein kreisförmiger Wall mit einem Durchmesser von 120 Metern und einer Höhe von 8 Metern. Sie wurde etwa im 1. Jahrhundert v. Chr. errichtet, vermutlich als heidnische Kultstätte oder Wehranlage gegen Angriffe von Mensch und Meer.

Von der äußeren Gestalt her ist Tinnum heute mehr mit dem Inselzentrun zusammengewachsen als eine eigenständige, landwirtschaftlich geprägte Ortschaft im Marschengebiet, die sie über Jahrhunderte war.

Auf dem Gemeindegebiet von Tinnum liegt auch der Flughafen Sylt (IATA: GWT, ICAO: EDXW) mit zwei Pisten (1,7 und 2,1 km).

Munkmarsch

Der heutige Yachthafen in Munkmarsch
Der heutige Yachthafen in Munkmarsch

Der Name „Munkmarsch“ soll der Überlieferung nach die Bedeutung „Mönchsmarsch“ haben. Es hat sich somit bei den Wiesen um fruchtbares Marschland gehandelt, welches ab dem Jahre ca. 1200 zu einem (Mönchs-)Kloster - vermutlich einem der vier Klöster in Ribe - gehörte.

Wenige Kilometer nördlich des alten Hauptortes Keitum gelegen, erlangte die alte Bauernschaft Munkmarsch erst Bedeutung, als der alte Keitumer Hafen mehr und mehr versandete und man Mitte des 19. Jahrhunderts beschloss, den Haupthafen der Insel auf Grund günstigerer nautischen Lage nach Munkmarsch zu verlegen.

Bis zum Bau des Hindenburgdammes war der Hafen von Munkmarsch der wichtigste Ankunftshafen für die Gäste, die per Postschiff Raddampfer von Hoyer-Schleuse (heute dänisch) anreisten. Weiter nach Westerland ging es ab 1888 mit einer Schmalspurbahn. Hafen und Bahn verloren 1927 mit der Fertigstellung des Hindenburgdammes an Bedeutung. Die Bahn wurde abgebaut und anstelle des Fährhafens befindet sich dort heute ein privater Yachthafen. Das alte Fährhaus des letzten Postschiffers Thomas Selmer wurde in den Jahren 1999 und 2006 mehrfach erweitert und zu einem erstklassigen Hotel ausgebaut.

Keitum

Kirche St. Severin in Keitum
Kirche St. Severin in Keitum
Das Wattenmeer bei Keitum.
Das Wattenmeer bei Keitum.

Keitum (friesisch: Kairem) ist einer der ältesten Orte der Insel und war über Jahrhunderte bis zum Ende des 19. Jahrhunderts ihr Hauptort. Erst mit dem einsetzenden Tourismus Mitte des 19. Jahrhunderts verlor er nach und nach seine zentrale Bedeutung. Lediglich als Verwaltungssitz des Amts Landschaft Sylt ist ein Teil der Bedeutung heute noch präsent. Aber auch das Ende dieser Verwaltung ist absehbar – es gibt Bestrebungen zu einer einzigen insularen Verwaltung (Amtsmodell oder Stadt Sylt). In beiden Fällen würde wohl der Verwaltungssitz nicht mehr in Keitum liegen.

Typisch für Keitum sind die erhaltenen alten Kapitänshäuser im Or


nPage.de-Seiten: Meerschweinchen, Hase und Co. | Klicken sie hier